Sichtbarkeit + Kundengewinnung auf Facebook & Co.: Was man alles müssen muss (oder eben nicht)

Sichtbarkeit + Kundengewinnung auf Facebook & Co.: Was man alles müssen muss (oder eben nicht)

In dieser Folge geht es um: Was wir alles Müssen, um bei Social Media sichtbar zu sein und Kunden zu gewinnen. Aber eigentlich geht es darum, - wie immer bei mir - weniger müssen zu müssen. 😃

Diese Folge baut auf den vorherigen Episoden zu diesem Thema auf:

  1. Keinen Bock auf Social Media - Ich hab da mal 'ne Krise mit Marketing und Sichtbarkeit ;-)
  2. Tapfer in Social Media: Untergehen im lauten Geschrei und Schein-Sichtbarkeit?
  3. Social Media Masken: Wo sind die "echten Menschen"?
  4. Berufung: Sichtbarkeit. Und warum ich nicht anders kann
  5. Sichtbarkeit in Social Media: Vom Zwang zur Leichtigkeit

"Wenn man Kunden gewinnen will, muss man nun mal ... "

Mein neuer "Brieffreund" Arndt reagierte auf diesen Beitrag von mir bei Facebook. (Wenn du willst, schau dir den Beitrag und zahlreiche Reaktionen darauf direkt bei Facebook an: ZUM FB-BEITRAG)

SocialMedia muss


Und hier ist der Kommentar von Arndt:

"Ich sehe das ähnlich, niemand "muss" irgendwas. Was allerdings jeder muss, ist Kunden gewinnen. Und solange einem da nichts besseres einfällt als das, was alle machen, "muss" man es dann wohl so ähnlich machen.

Ich beobachte schon seit einiger Zeit meinen inneren Widerstand, mich in die Schar der Schreihälse, selbsternannten Gurus, Webinar-Veranstalter, Challenge-Aufrufer usw einzureihen. Das ist eben genau dieser innere Zwiespalt. Solange ich das telepathische Marketing noch nicht drauf habe und mich nicht mit Heroldsmütze auf die Marktplätze dieser Republik stellen will, werde ich wohl den ein oder anderen faulen Kompromiss machen müssen."

Meine Antwort:

"Lieber Arndt, danke für deinen sehr spannenden Kommentar! Ich verstehe das Dilemma. Und gleichzeitig weiß ich, dass nichts nur schwarz oder weiß ist. Aber ich werde zu deinem Kommentar eine eigene Podcastfolge aufnehmen, denn ich bin mir sicher, dass viele durch diese Fragen bewegt werden. Eines sei vorweg gesagt, ich habe nicht die Möglichkeit, mit faulen Kompromissen zu leben. :-)"

Meine Podcast-Antwort zusammengefasst:

Social Media verändert sich rasant 

Sichtbarkeit ist ein großes Feld, ich beschränke mich hier auf Sichtbarkeit in Social Media, weil es greifbarer ist. Und das Thema Social Media ist momentan ein sehr wichtiges. Denn wie wir sehen, verändert sich Facebook gerade total. Und in den nächsten Jahren wird sich mit Sicherheit die ganze Social Media Landschaft sehr stark verändern. 

Das hat unterschiedliche Gründe: 

  • Zum einen Datenschutzbestimmungen und immer stärkerer Zulauf von Selbständigen und Unternehmern, die Marketing auf Social Media betreiben. 
  • Zum anderen, das Konsumverhalten verändert sich, wir sind alle übersättigt und überfrachtet mit Infos. Die wichtigste Fähigkeit ist mittlerweile, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und das Wichtige vom Unwichtigen ganz schnell zu unterscheiden. 

Nicht von der Hand zu weisen ist auch, dass die Reichweite in Social Media immer weiter sinkt. Während ich noch 2015 mit ein Paar Beiträgen auf Anhieb bei Facebook Hunderte von Webinar-Teilnehmer gewonnen und mein erstes Coaching-Programm ohne jegliche Anstrengung verkauft habe, ist es heute nicht mehr so einfach für jemanden, der neu online durchstartet will.

Um so wichtiger wird die Qualität der Beiträge sein. Der Bedarf an Menschen, die als Anker Stellung beziehen und Orientierung geben in dem ganzen Wust, der noch sehr viel stärker zunehmen wird - wir sind ja noch total am Anfang - wird enorm ansteigen. Und es ist auch logisch, dass es noch viel viel weniger auf die Quantität ankommen wird, als es auch heute schon der Fall ist.

Lass uns mal gucken, was wir tatsächlich MÜSSEN

Ich gehe davon aus, dass du dich freiwillig dafür entschieden, dich selbständig zu machen und damit auch als eine mehr oder weniger öffentliche Person auf dem Markt aufzutreten. Und wenn du dich aus freien Stücken dafür entschieden hast, dann erübrigt es sich, aus meiner Sicht, davon zu sprechen, dass du Kunden gewinnen MUSST. Das gehört schlicht untrennbar zum Unternehmer-Dasein dazu. Zu Beginn wirst du ca. 90% deiner Zeit mit Marketing verbringen und später, wenn du schon dein Publikum hast, zu min. 50%. Das ist eine ganz einfache Wahrheit.

Wenn du also davon sprichst, dass du Marketing machen und Kunden gewinnen MUSST, dann kannst du genauso davon sprechen, dass du selbständig sein MUSST. Das ist aus meiner Sicht eine völlig falsche Motivation und führt unweigerlich zum Misserfolg.

Also, was wir tatsächlich MÜSSEN, ist uns aus freien Stücken für das Leben als Unternehmer entscheiden. Alles andere ergibt sich daraus. Hört sich vielleicht jetzt krass an, ist dennoch so.

Die Frage ist also, wie schaffst du es, Marketing und Kundengewinnung zu genießen

Da Marketing - Sichtbarkeit ist nur ein Teil davon, es gehört ja viel mehr dazu, wie Positionierung, Produktentwicklung, Markenkreation usw. - so ein wesentlicher Bestandteil deiner Aufgaben ist, wäre es sehr sinnvoll, wenn du genauso viel Freude daran hättest, wie an der eigentlichen Arbeit mit deinen Kunden. Denn bei näherer Betrachtung unterscheiden sie sich kaum voneinander. 

Tja, so wahr das ist, so ist es auch leichter gesagt als getan, oder?! Das ist mir schon sehr bewusst.

Totsichere Strategien sind gut, um im ewigen Druck-Käfig zu landen

Und da kommen wir zum eigentlichen Kern des Problems. Fast alle, die sich selbständig machen, wollen am liebsten gleich mit totsicheren Strategien anfangen, weil sie sofort Geld verdienen wollen, was auch sehr verständlich ist. Nach dem Motto: "Da muss ich jetzt durch, wenn es bei allen so funktioniert, ist es halt so ..." Merkst du was? Dass das kein Mensch auf Dauer durchhalten kann, ist logisch.

Das heißt, die meisten fangen von einer verkehrten Seite an. Statt zu schauen, was fällt mir leicht, woran habe ich Freude, wird fast ausschließlich mit Druck gearbeitet.

Klar, Disziplin gehört immer zur Lust dazu, sonst schafft man nicht viel. Aber es kommt auf die Motivation an. Wenn man davon überzeugt ist, dass man etwas Sinnvolles tut, dann fällt es auch leichter, auch Durststrecken durchzuhalten.

Es kommt nicht wirklich auf die Werkzeuge an

Meine Kunden aber, die genauso wie ich introvertiert sind, haben nicht den natürlichen Drang, sich selbst ewig zu präsentieren. Und sie haben es auch nicht gelernt, wie es auf ihre Art gelingen kann, sichtbar zu werden, ohne herumzuschreien und sich selbst anzupreisen. Sie haben schlicht keine Referenzerfahrung dazu, dass sie so wie sie sind mit ihrer ganz eigenen Art, mit ihren tiefen Gedanken, genau richtig sind und absolut wert sind, gesehen und wahrgenommen zu werden. Im Gegenteil, haben sie eine ganz klare Vorstellung davon, was sie alles an sich verändern müssen, bevor sie überhaupt in die Sichtbarkeit gehen können/dürfen.

Deswegen bringt es auch wenig, sich nur auf Werkzeuge zu fokussieren, ob das nun Webinare, Livevideos oder Challenges sind. Das sind Werkzeuge, nicht mehr und nicht weniger. Es kommt immer auf den Inhalt und die Motivation an. Dinge, die aus der Haltung: "Muss halt ..." getan werden strahlen genau das aus. Und dann wundert man sich, dass "kein Schwein ruft mich an" dabei herauskommt. 😉

Auf die Haltung kommt es mal wieder an!

Ist schon erstaunlich, dass auch die Menschen, die unfassbar viel in ihre Fortbildungen und Persönlichkeitsentwicklung investiert haben, an der Stelle einen blinden Fleck haben und doch lieber "alles richtig machen wollen". Obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten, dass von außen dir viel erzählt wird, am Ende ist es an dir, deine eigenen Schritte zu gehen, es selbst zu erleben, mit Leben zu füllen.

Deswegen ist es so unfassbar wichtig, sich erst genauer anschauen, welche Haltung hast du grundsätzlich zum Thema Sichtbarkeit. Was löst es in dir aus, wenn es darum geht, dich sichtbar zu machen mit deiner Meinung? 

Ich erlebe es immer wieder, dass besonders die Menschen, die noch relativ am Anfang sind, es unfassbar schwer fällt mit anderen Menschen unverkrampft über ihre Arbeit, über ihr Business zu sprechen. Da ist doch klar, dass die Sichtbarkeit in Social Media erst recht total schwierig ist.

Und was soll da ICH MUSST ABER bringen? Nur Druck und Lustlosigkeit, ist doch klar. Und wenn wir ehrlich sind, wir haben es gelernt, dass es nur so geht. Von Kleinauf hat man uns das eingetrichtert. 

Doch so muss es nicht bleiben. Ich finde, es reicht! Wir alle haben es lange genug so gemacht und jetzt wollen wir doch freie Menschen werden, oder?! 

Zum Thema Sichtbarkeit und MUSS gibt es sehr viel zu heilen

Ich arbeite mit meinen Kunden sehr gern mit Radikaler Erlaubnis, einer Methode, die Mike Hellwig entwickelt hat. Dann kümmern wir uns um die inneren Kinder in uns, die sich gegen die Sichtbarkeit wehren, die sich am liebsten verstecken wollen. Die sehr viel schmerzhafte Erfahrungen in sich tragen. Denn solange man sie nicht wahrgenommen hat, wirken sie als Druck & Lustlosigkeit aus dem Untergrund und sabotieren mühelos die Umsetzung auch der allerbesten Strategien.

Mit Druck erreicht man nur das Gegenteil, auch wenn du das noch 50 Jahre weiter versuchst. Du gerätst nur in das innere Spiel zwischen dem inneren Kritiker, Rebellen und dem verlassenen inneren Kind. Diese Konstellation kann du weder "auflösen", noch sonst wie loswerden. Du kannst nur lernen, sie wahrzunehmen und aus der Identifizierung mit ihnen aussteigen. Und damit den Kampf zwischen "Ich muss" und "Ich habe aber keine Lust"/"Ich kann aber nicht" zu beenden.

Deswegen, wenn du damit ein Thema hast, dann ist es unfassbar wichtig, sich die Sache erst auf dieser Ebene anzuschauen, und dann erst dich um die konkrete Strategien zu kümmern. 

Lass uns reden!

  • Wenn du dich wieder erkennst in dem was ich beschrieben habe;
  • wenn du die Nase voll hast von diesem ewigen Spiel zwischen Druck und Resignation/Leid, wenn es um Sichtbarkeit, Marketing und Kundengewinnung geht
  • wenn du stattdessen endlich mit Freude und Lust sichtbar werden und Kunden gewinnen willst

dann melde dich jetzt zum Strategie-Gespräch bei mir an und wir schauen uns genau an, was da zu tun ist, in welcher Form wir zusammen kommen und wir ich dir auf deinem Weg helfen kann: https://www.natalieschnack.de/strategiegespraech/

Ich freue mich auf deine Kommentare!

Herzlichst, Natalie 💜


PS: Wenn du mehr über Radikale Erlaubnis erfahren willst, empfehle ich dir dieses Video:


2 Kommentare

  • Liebe Natalie,
    ich gratuliere Dir zu dieser neuen Podcast-Brieffreundschaftsfolge. Das ewige MÜSSEN kenne ich nur zu gut. Ja, auch ich musste auf Kommando Klavierspielen und bitte, ohne Fehler, sonst....! Na ja, das war halt so.
    Ich denke, viele Menschen haben eine falsche Vorstellung von der Selbständigkeit und Hand aufs Herz, es ist wirklich nichts für Jedermann/-frau!
    Brennt man jedoch für seine Mission, gibt es sicherlich nichts Schöneres als diese in Eigenregie und Verantwortung zu leben und damit gutes Geld zu verdienen. Dafür bist Du das beste Beispiel.
    Ganz liebe Grüße aus dem Süden Deutschlands
    Dein Fan
    Margaretha
  • Liebe Margaretha,
    herzlichen Dank! Wie du sagst, die Selbständigkeit ist nicht für jeden was und das ist ok so, zum Glück ist jeder seines Glückes Schied und kann in der heutigen Zeit viel dafür tun, so zu leben und zu arbeiten, wie es ihr/ihm entspricht.
    Danke, dass du immer an meiner Seite bist!
    Herzliche Grüße und bis bald
    Natalie 😍

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