Wie schaffe ich es, dass ich in Meetings wahrgenommen werde?

Wie schaffe ich es, dass ich in Meetings wahrgenommen werde?

Sichtbar sein in Meetings bedeutet nicht, laut zu sein
Sichtbar sein in Meetings bedeutet nicht, laut zu sein

Frage:

Ich bin eine eher leise Person. In den Meetings sage ich meist gar nichts, weil ich dann sowieso überhört werde. Dabei habe ich oft wirklich gute Ideen. Wie schaffe ich es, dass ich endlich wahrgenommen werde?

Antwort:

Sichtbar sein und wahrgenommen zu werden hat nicht unbedingt etwas mit der Lautstärke zu tun. Es gibt ganz viele Menschen, die füllen jeden Raum, ohne irgendetwas zu sagen. Sie haben also eine starke Präsenz. Präsenz hat mit der eigenen inneren Einstellung zu tun. Mit folgenden vier Schritten schaffen Sie es, dass Sie und Ihre Beiträge künftig wahrgenommen werden:

Für wichtig halten

Wenn Sie davon überzeugt sind, dass das was Sie zu sagen haben, wirklich wichtig ist, strahlen Sie diese Gewissheit aus. Wenn Sie dagegen denken: „Ach ja, so wichtig ist es vielleicht doch nicht oder vielleicht einfach nicht gut.“, dann sieht man Ihnen das natürlich auch an.

Für Sie bedeutet im ersten Schritt, in solchen Sitzungen sich selbst und Ihre Gedanken zu beobachten: Halten Sie das, was Sie zu sagen haben für wichtig? Das ist übrigens überhaupt nicht gleichbedeutend mit richtig oder gar perfekt!

Wenn das nicht der Fall ist, dann arbeiten Sie Schritt für Schritt daran, sich selbst und eigene Ideen für mindestens genauso wichtig zu halten, wie die der anderen Teilnehmer.

Ganz da sein

Wie oft ertappt man sich selbst dabei, dass man in Meetings, in den man sich nicht aktiv beteiligt, mit den Gedanken ganz wo anders ist. Und das ist natürlich kontraproduktiv. Denn präsent sein bedeutet ja, ganz da zu sein, mit der ganzen Aufmerksamkeit.

Beobachten Sie sich also künftig selbst, ob Sie ganz bei der Sache sind. Man wird nur dann gesehen, wenn man selbst auch andere Menschen wirklich sieht. Lassen Sie sich also nicht von eigenen Gedankenketten von dem was gerade geschieht ablenken, bleiben Sie ganz da!

Eindringlich sein

Ihr Beitrag wurde nicht gehört? Kein Thema! Machen Sie sich körperlich größer – also setzen Sie sich ganz gerade, gehen Sie mit dem Oberkörper und den Armen nach vorn – so unterstreichen Sie Ihre körperliche Präsenz. Und dann wiederholen Sie das Gesagte etwas lauter und langsamer noch einmal.

Werden Sie unterbrochen, so lächeln Sie charmant und sagen mit Nachdruck: „Einen Moment bitte, ich möchte meinen Gedanken zu Ende führen.“ oder Ähnliches.

Gelassen bleiben

In einer Sitzung geht es meistens nicht darum, einen Nobelpreis zu gewinnen und auch nicht um Leben oder Tod – dieser Gedanken rückt vielleicht die Prioritäten etwas zurecht und hilft Ihnen, die Sache mit einer etwas spielerischen Gelassenheit zu betrachten.

Wenn Ihr Beitrag also zwar gehört, aber nicht angenommen wurde, sollte es für Sie auf keinen Fall bedeuten, dass Sie betrübt sind und sich nicht mehr beteiligen.

Wenn Sie an ein Spiel denken, egal ob Tennis oder „Mensch ärger dich nicht“, da schmeißen Sie ja auch nicht gleich das Handtuch nach dem ersten Punktverlust, sondern setzten neu an und machen weiter bis Sie selbst einen Punkt gewinnen.

Nutzen Sie diese Haltung auch für Ihre Beiträge in Meetings!

Ihre Natalie Schnack

Ps. Ich freue mich auf Ihre Fragen!

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Hallo, ich bin Natalie :-)

Businessmentorin für introvertierte Unternehmer, Online-Unternehmerin und Buchautorin.

Seit 2009 habe ich Hunderte Selbständige beim Businessaufbau unterstützt. Seit 2015 arbeite ich online und ortsunabhängig und pendele zwischen Nord-Deutschland und Lanzarote.

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© 2009-2018 Natalie Schnack