Ruf. mich. an! Ich verrate aber nicht, wer ich bin…

Ruf. mich. an! Ich verrate aber nicht, wer ich bin…

Festnetznummer. Freizeichen. Es geht keiner ran. Mist. Anrufbeantworter? Fehlanzeige!

Ok, jetzt mobil. Aha, Mailbox: „Das ist der Anschluss 017112345678. Hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Piepton!“

Habe ich überhaupt die richtige Nummer gewählt? Soll ich darauf sprechen? Was ist, wenn es jemand anderes ist? „Hallo, hier ist … So ein Mist!“ – schon ist die Aufnahmezeit vorbei…

Kommt es Ihnen bekannt vor? Also, ich kann mich maßlos darüber aufregen, wenn Menschen, die im Businessleben unterwegs sind und anderen (eigentlich) ihre Dienstleistung verkaufen wollen, ob als Selbständige oder auch als Angestellte, es einem so schwer machen, Ihnen telefonisch das eigene Anliegen mitzuteilen.

Woran liegt es? Ist es die reine Bequemlichkeit? Oder Vergesslichkeit? Oder Gleichgültigkeit? Der Wunsch nach Unsichtbarkeit?

Für mich gehört es zu einer ganz normalen Professionalität, dass ich den Anrufer in meiner Abwesenheit so empfange und ihm einen Handlungsleitfaden an die Hand geben, dass dieser weiß, was zu tun ist. Es ist keine Lösung, wenn Sie sich darauf verlassen, dass dieser so lange anruft, bis er sie endlich persönlich erreicht.

Es kann sein, dass Sie es banal und selbstverständlich finden – gratuliere! Und gleichzeitig glauben Sie es mir, es gibt noch sehr viele Menschen, für die es noch lange nicht selbstverständlich ist, sich am Telefon erkennbar zu machen.

Wenn Sie sich bisher keine Gedanken dazu gemacht haben, dann ist es jetzt an der Zeit. Beantworten Sie sich folgende Fragen:

    1. Habe ich meine Mailbox aktiviert? Habe ich einen Anrufbeantworter?

 

    2. Habe ich eine persönliche Begrüßung aufgenommen?

 

    3. Hat der Anrufer die Möglichkeit auch eine längere Nachricht zu hinterlassen?

 

    4. Höre ich regelmäßig meine Nachrichten ab und melde ich mich so schnell wie möglich bei dem Anrufer?

Und jetzt treten Sie aus dem Schatten, aus Ihrer Tarnung! Machen Sie sich greifbar und somit sichtbar! Und sorgen Sie dafür, dass Ihr Anrufer weiß, wo er gelandet ist und dass er gut bei Ihnen aufgehoben fühlt. Sehen Sie diesen ersten Kontakt als eine erste Arbeitsprobe.

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Begrüßung gestalten sollen, hier ist mein Beispiel:

„Hallo und herzlich Willkommen auf dem Anrufbeantworter/Mailbox von Natalie Schnack. Bitte hinterlassen Sie mir Ihre Nachricht, ich melde mich so schnell es geht bei Ihnen. Vielen Dank und auf Wiederhören.“

So einfach ist es. Kurz und knapp, denn Romane will auch kein Anrufer hören. Schreiben Sie sich den Text vorher auf. Vergessen Sie nicht zu lächeln beim Sprechen. Und nehmen Sie Ihre Begrüßung so oft auf, bis sie sich nach Ihnen anhört und freundlich rüber kommt.

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungsberichte, Kommentare und Fragen.
Herzlichst
Ihre Natalie Schnack

2 Kommentare

  • Liebe Sylvia,

    vielen Dank für Dein leidenschaftliches Plädoye zu meinem Artikel und Deine tolle Tipps zur Atmung und Bewegung bei der Aufnahme!
    Ich denke, ein Paar Menschen haben wir damit erreicht, die sich dazu noch keine Gedanken gemacht haben, so die Rückmeldungen - das ist toll! :-)

    Herzliche Grüße

    Natalie
  • Natalie, mein ewiger "Aufreger" seit Jahren! Weißt du, was ich mache? Alle Menschen mit Ansagen, die für mich ein "No go" sind, kommen für mich als Dienstleister nicht infrage. Wenn sich jemand keine Mühe macht, kundenfreundlich zu kommunizieren - ist er/sie dann kundenfreundlich?

    NoGo für mich:

    >> Es wird kein Name genannt, sondern die Nummer des Anschlusses ("Hallo, Sie sind verbunden mit der Nummer 999..." Oder noch schlimmer die automatische Nummeransage, die das jeweilige Gerät bereit stellt). Was da bei mir ankommt ist ein "lass mich in Ruh".

    >> Stimme wirkt dumpf, Aussprache schlecht (wobei Dialekt natürlich charmant ist!)

    >> Man merkt der Ansage regelrecht an, dass ich der/die Angerufene keine Mühe gibt und ihm egal ist, wie er rüberkommt

    >> Zu lange "Luft" zwischen Ansage und Pieps, so dass ich jetzt nicht weiß: kommt da noch was?

    Tipp: Eine Ansage mus x mal geprobt werden. Freunde fragen, wie man rüberkommt. Und ja, Supertipp von dir: lächeln. Und bei der Ansage an jemanden denken, den man mag und von dem nan unbedingt möchte, dass er/sie sich wieder meldet!Ergänzung: Stehen, nicht sitzen bei der Aufnahme der Ansage, beziehungsweise sich bewusst Mühe geben, den Oberkörper zu strecken/weiten. In den Bauch atmen.

    Auch Atemtherapeuten können einem da Tipps geben. Sprechen will gelernt sein:-).

    LG Sylvia

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Hallo, ich bin Natalie :-)

Businessmentorin für introvertierte Unternehmer, Online-Unternehmerin und Buchautorin.

Seit 2009 habe ich Hunderte Selbständige beim Businessaufbau unterstützt. Seit 2015 arbeite ich online und ortsunabhängig und pendele zwischen Nord-Deutschland und Lanzarote.

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© 2009-2018 Natalie Schnack