Selbstakzeptanz: Sie sind gut genug, glauben Sie es mir!

Selbstakzeptanz: Sie sind gut genug, glauben Sie es mir!

Sie kennen Sprüche wie „Nur wenn du selbst von dir überzeugt bist, kannst du andere überzeugen“.  Die klingen immer furchtbar banal und können ganz schön nerven, aber, was soll ich sagen: Sie stimmen! Die Selbstakzeptanz bildet tatsächlich das Fundament, auf dem wir stehen.

Dass das alles wichtig ist für Ihre Sichtbarkeit, das hatten wir schon. Und dass Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen sollten, auch. Sie können es hier noch mal nachlesen:

Selbstakzeptanz bedeutet nicht, Sie müssen sich nur toll finden!

Das ist das Entscheidende: Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass man sich großartig finden muss. Es heißt auch schon gar nicht, dass man alles wissen oder können muss. Und es geht auch nicht darum, dass Sie mit allem, was Sie denken, tun oder unterlassen einverstanden sind.

Es geht einfach nur darum, dass Sie sich grundsätzlich gut finden. So, wie Sie sind. Mit dem Verbesserungspotenzial, das wir alle haben. Denken Sie an einen lieben Menschen in Ihrer Umgebung: Klar hat der Seiten, die Sie nicht prickelnd finden oder Sie können über manche seiner Ansichten nur den Kopf schütteln. Aber auch wenn Sie nicht immer mit allem einverstanden sind, lieben Sie diese Person (manchmal: trotzdem). Darum geht es. Also schauen wir doch gleich mal, wie es um Ihr persönliches Fundament bestellt ist.

Wie finden Sie sich eigentlich?

Diese Frage klingt so harmlos und ist doch für viele mit einigem Ballast verbunden. Denn hier gehen wir tiefer als bei den Stärken-Schwächen-Analysen. Hier kommen wir an unsere Emotionen. Erschwerend kommt hinzu, dass ganz unabhängig davon, wie alt wir sind, der Grundstein für Selbstvertrauen und Zuversicht schon früh gelegt wird. Schon im Kleinkindalter wird Grundvertrauen vermittelt. Wie man im Elternhaus, in der Schule und früher im Freundeskreis mit Ihnen umging, hat Sie geprägt.

Kein Wunder, dass so viele gestandene Erwachsene wissen, dass mit dem Gefühl, nie gut genug zu sein, es schon bei den Schulnoten anfing. Wenn von den Eltern eine 2 schon als schlechtes Ergebnis gewertet wurde. Oder wenn man immer mit dem Nachbarskind verglichen wurde, das sooooooo viel sportlicher, höflicher, kontaktfreudiger, verantwortungsbewusster … war als man selbst. Und vor allem, wenn man immer schon gehört hat, dass aus einem nie was wird, dass man keine Frau/keinen Mann findet oder einfach zu dumm ist.

Keine Frage: Wenn Sie von klein auf in einem stärkenden Umfeld groß geworden sind, haben Sie eine ganz andere Selbstakzeptanz verinnerlicht. Seien Sie froh darüber! Denn dieses gewachsene Fundament, das Ihnen vielleicht bisher selbstverständlich vorkam, haben nicht alle.

Dann gibt es auch noch den Fall, dass es gelegt wurde, aber später durch Erfahrungen – oder ein schädigendes Umfeld – unterminiert wurde: Wenn Sie beruflich mehrmals hintereinander Misserfolge eingefahren haben, wenn ein Lebensgefährte oder vermeintliche Freundin Ihnen vermittelt, dass Sie nichts können und nichts sind. Oder natürlich, wenn Sie sich selbst ständig einreden, dass Sie nicht hübsch, klug, erfolgreich, attraktiv, interessant, offen, „fähig“ genug sind.

Damit sind wir direkt bei der eigenen Wertschätzung, zu der wir gleich auch noch kommen.

Übung: Mein Selbstbild

Beantworten Sie sich bitte ganz ehrlich die folgenden Fragen und vervollständigen Sie die Sätze:

  • Ich finde mich …, weil …
  • Besonders mag ich an mir, dass …
  • Es stört mich, dass …
  • Dass ich eher von der leisen Truppe bin, …

Und wenn es etwas gibt, das Sie wirklich sehr stark an sich ablehnen:

  • Ich hasse an mir …

Schreiben Sie spontan das hin, was Sie fühlen, und führen Sie Ihre Antworten richtig schön aus – ohne sich zu zensieren und ohne etwas schönzureden. Werden Sie richtig konkret: Worum geht es genau? Warum ist das so? Fällt Ihnen ein Beispiel ein? – Schreiben Sie ruhig eine ganze Seite voll, wenn eine Frage sehr viel bei Ihnen auslöst. Wir wollen einfach mal ganz ungefiltert und umfassend Ihre Gedanken über sich selbst herauslassen.

Wenn es um das Selbstbild geht, kann man nicht einfach mit Logik ankommen und sagen: „Du bist super! Nimm dich an. Sofort.“ Der erste wichtige Schritt ist, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Darum ist diese Übung so wichtig.

Nehmen Sie sich also bitte etwas Zeit und lassen Sie keine Frage aus. Sie werden daraus schon Aha-Effekte haben in Bezug darauf,

  • was Sie erwähnt haben (manches kann Sie selbst überraschen),
  • wo Ihnen zunächst gar nichts – oder nicht viel – einfällt,
  • wo gleich ein wahrer Wasserfall an Lob oder Kritik aus Ihnen herausgebrochen ist.

Danke!

Ihre Natalie Schnack

 

PS: Dieser Artikel basiert auf dem Text aus dem Kapitel „Ein starkes inneres Leitbild als Fundament“ meines Buches „Leise überzeugen“.

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Hallo, ich bin Natalie :-)

Businessmentorin für introvertierte Unternehmer, Online-Unternehmerin und Buchautorin.

Seit 2009 habe ich Hunderte Selbständige beim Businessaufbau unterstützt. Seit 2015 arbeite ich online und ortsunabhängig und pendele zwischen Nord-Deutschland und Lanzarote.

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© 2009-2018 Natalie Schnack