Sichtbarkeit: Die drei entscheidenden Fallen, die Sie davon abhalten, sich zu zeigen

Sichtbarkeit: Die drei entscheidenden Fallen, die Sie davon abhalten, sich zu zeigen

Letztens war ich mittags mit einer Gruppe im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin zum essen. Wir saßen beim „Asiaten“ und unterhielten uns über Gott und die Welt. Irgendwie kam das Gespräch über eine gemeinsame Bekannte auf Flirtkurse und Bücher. Zwei der anwesenden Herren fingen an, sich über all die Bücher, die sie dazu gelesen haben, auszutauschen. Der eine hatte das Problem, dass die Frauen nach dem ersten Date und der ersten gemeinsamen Nacht einfach wieder abtauchen. Der andere wäre froh gewesen, wenn es überhaupt so weit kommen würde.

Und während sie sich da so über alle möglichen Tipps und Ratschläge verschiedener Flirt-Gurus ereiferten, schaute ich sie mir einfach nur an: Beide wirklich gut aussehende, intelligente Männer, weit vor den 40gern. Was läuft da schief? Und da hörte ich es:

Der eine erzählte, dass er nach der Lektüre eines Buches jetzt einen flauschigen Teppich neben dem Bett liegen hat, damit die Frau ein wolliges Gefühl mit ihm verbindet und sich so wohl fühlt, dass sie wieder kommen will.

Der andere meinte, er kann leider keine Kontaktlinsen ab und das wäre sein Problem, denn Frauen würden eh nicht auf Männer mit Brillen stehen.

Was für ein Schwachsinn!„, platzte es nur so aus mir heraus. „Leute, bitte, hört auf mit diesem Mindfuck*!“ Sie schauten etwas verdutzt, fühlten sich ertappt und dann lachten wir darüber miteinander. 🙂

Im eigenen Kopf stecken geblieben

Mir wird echt übel, wenn ich erlebe, wie wenig viele Menschen sich selbst wertschätzen. Wie wenig sie ihre eigenen Qualitäten überhaupt sehen. Wie hoch die eigenen Ansprüche sind, die jegliche Selbstakzeptanz im Keim ersticken. Es tut mir wirklich weh!

Und da ist eine totale Parallele zwischen dem, was ich bei diesem Mittagessen erlebt habe und dem, was ich im Coaching erlebe, wenn meine Kunden von Ihren Ängsten berichten, sich mit ihren Leistungen zu zeigen, zu netzwerken, Kunden zu akquirieren oder eine Gehaltsverhandlung zu führen. Sie sitzen in ihrem eigenen mit teilweise skurrilen Glaubenssätzen „vollgemüllten“ Kopf fest und kommen keinen Schritt weiter.

Im Buch „Leise überzeugen: Mehr Präsenz für Introvertierte“ habe ich die 3 Fallen beschrieben, die ich immer wieder erlebe und die aufeinander aufbauend einen regelrechten sich selbst erfüllenden Teufelskreis bilden:

Die Selbstverständlichkeitsfalle.

Alles, was man ist und was man kann erscheint einem völlig selbstverständlich. Ist ja nichts besonderes, kann ja jeder, ist nicht erwähnenswert, peinlich darüber nachzudenken und erstrecht darüber zu sprechen – das sind Kommentare dazu.

Die Vergleichsfalle.

Da man selbst nichs besonderes ist oder kann, kennt man immer viele, die besser sind. Ist je klar. Am besten, man vergleicht sich mit Menschen, die von Haus aus völlig andere Voraussetzung mitbringen, dann ist der Frust noch höher: Introvertierte vergleichen sich am liebsten mit extrovertierten „Rampensäuen“, Kleine mit Großen, Dicke mit Dünnen, Nichtsportliche mit Sportskanonen, und, und, und … Und da man in einem solchen Vergleich garantiert den Kürzeren zieht, hat man wieder eine Bestätigung dafür, nicht gut genug für was auch immer zu sein.

Das Nie-genug-Prinzip.

Und dann geht es los mit der Selbstoptimierung: Diese Menschen meinen, sie bräuchten immer noch eine Weiterbildung, noch mehr Vorbereitung, eine noch rundere Präsentation, bis sie sich auf die Bühne trauen, noch mehr Wissen, noch mehr Training, noch mehr … Die Liste ist endlos.

Und sobald man dann das getan hat, merkt man, dass das auch irgendwie selbstverständlich ist, und es gibt schon wieder andere, die schöner, kluger, blablabla sind. Und dann muss man noch das und jenes, bevor …

Und so dreht sich der Teufelskreis der Selbstabwertung und des Nie-gut-genug-Seins.

Wenn Ihnen das in irgendeiner Weise bekannt vorkommt, BITTE: Hören Sie auf damit! Machen Sie sich klar, dass diese Dinge nur in Ihrem Kopf statt finden. Melden Sie sich bei mir, es ist mein absolutes Spezialgebiet, Menschen, von diesem Ballast zu befreien!

Jetzt sind Sie dran:

Welche der drei Fallen kommt Ihnen bekannt vor? Wie gehen Sie mit Ihnen um?

Bitte schreiben Sie mir!

Ihre Natalie Schnack

 

 

Bildnachweis: ©Pixabay -PublicDomainPictures

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Hallo, ich bin Natalie :-)

Businessmentorin für introvertierte Unternehmer, Online-Unternehmerin und Buchautorin.

Seit 2009 habe ich Hunderte Selbständige beim Businessaufbau unterstützt. Seit 2015 arbeite ich online und ortsunabhängig und pendele zwischen Nord-Deutschland und Lanzarote.

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© 2009-2018 Natalie Schnack