Bist du vielleicht auch introvertiert? Bedeutung und Klärungshilfe

20 Kommentare

  • Die landläufige Meinung: Introviertiert = schlecht im Sinne von Langweilig, schüchtern und extroviertiert = gut im Sinne von aufgeweckt, unterhaltsam ist doch wirklich Schnee von gestern. Ich als Führungskraft und Trainer weiß, dass beide immer abhängig von der konkreten Person sind und beides seine Berechtigung und Bereicherung hat.

    Deshalb finde ich ihren Artikel auch prima, weil er mit Vorurteilen und Schubladendenken weiter aufräumt. Vielen Dank!!
  • Lieber Herr Kollege,

    vielen Dank für Ihre Wertschätzung und dafür, dass Sie Ihre Erfahrungen teilen. Es ist mir ein echt großes Anliegen, mit solchen Klischees aufzuräumen.

    Herzliche Grüße
    Natalie Schnack
  • Hallo Natalie,
    vielen Dank für deinen Artikel. Ich hatte dieser Tage schon einen anderen Artikel über Introvertiertheit gelesen, den ich sehr interessant und spannend fand. Du bestätigst, was ich dort schon erfahren habe.

    Als Kind und noch lange danach war ich nicht nur schüchtern sondern auch sehr ängstlich allem Neuen Unbekannten gegenüber. Wurde ich angesprochen, habe ich keinen Ton herausgebracht und das alles hat sich auch negativ auf die schulische Laufbahn ausgewirkt. Denn damals wurden Kinder eher in Schubladen gesteckt, statt zu hinterfragen, was für Gründe ein bestimmtes Verhalten hat. Aus diesen Erfahrungen erwuchs eine große Unsicherheit und auch das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl litten darunter.

    Das ich introvertiert war, wusste ich also schon lange und hielt es immer für einen Makel. Im Laufe der Zeit, lernte ich aus mir herauszugehen. Um mich im Berufsleben zu behaupten, musste ich mit Menschen zusammen- und mit ihnen arbeiten. Ich habe herausgefunden, dass mir das Spaß macht und dass ich ein empathischer Mensch bin. Geht es den Menschen in meiner Umgebung gut, geht es mir auch gut.

    Ich lernte vor anderen zu reden und mein wissen weiter zugeben. Was mir auch ungeheuren Spaß macht. Ich bin mittlerweile gerne in Gesellschaft und werde von meinen Mitmenschen akzeptiert. Man schätzt mich und meinen Humor. Nun dachte ich, ich hätte diesen Makel "Introvertiertheit" hinter mir gelassen. Habe mich aber immer wieder verunsichert gefühlt und ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn mir nicht nach Gesellschaft war. Wenn ich dies als unangenehm und Belastung empfunden habe. Wenn ich nach Ausreden gesucht habe, um mich davor zu "drücken".

    Jetzt weiß ich, dass ich immer noch Introvertiert bin. Und das kann ich jetzt akzeptieren. Ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn meine Energie verbraucht ist und ich einfach wieder meine Akkus aufladen muss. Danke dafür :-)
  • Liebe Heike,

    ganz herzlichen Dank für deine wunderbare Geschichte! Ja, viele Introvertierte haben auch mit Schüchternheit zu tun. Um so schöner zu lesen, wie gut du deinen Weg gegangen bist. Die Ängste sind kein Schicksal und man kann ihnen immer begegnen.
    Introversion ist etwas, was uns immer bleibt und mit ihr sind viele wunderbare Schätze verbunden, wie zum Beispiel deine Empathie.
    Ich freue mich sehr, dass du kein schlechtes Gewissen mehr hast, wenn dir mal nicht Gesellschaft ist und du deine Akkus wieder aufladen musst. So soll es sein und genau das ist unter anderen das Ziel meiner Arbeit: dass wir es uns erlauben, zu unseren Bedürfnisse zu stehen und danach zu leben.

    Ich wünsche dir nur das Beste mit deinen neuen Erkenntnissen!

    Herzliche Grüße
    Natalie
  • Hallo,
    ich bin gerade zufällig auf diese Seite gestoßen, weil mich das Thema Introvertiertheit auch schon sehr lange und vor allem im Moment sehr beschäftigt.
    Ich sehe mich in der Beschreibung sehr genau wieder und ich leider gerade im Moment sehr an diesen Persönlichkeitszügen. Ich fühle mich in so vielen Hinsichten dadurch eingeschränkt, im beruflichen, im freundschaftlichen Umfeld. Ja manchmal habe ich das Gefühl, andere würden mich deshalb sogar als komisch empfinden und das tut sehr weh.
    Eine Zeit lang konnte ich das alles sehr gut überspielen, aber im Grunde meines Herzens weiß ich, dass meine Persönlichkeit eine andere ist. Gerade das mit dem Alleinsein kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Gleichzeitig würde ich mir sehr eine Beziehung wünschen, habe aber das Gefühl, ich stehe mir immer selber im Weg. Manchmal wäre ich einfach so gerne anders, locker, umgänglich, ungezwungen, doch irgendwie kann ich das einfach nicht :-(
  • Liebe Lena,
    vielen Dank für deinen Kommentar und dafür, dass du das was dich bewegt mit mir teilst! Ja, es kann einem so vorkommen, als ob man irgendwie durch die eigene Art gehandikapt ist und im Nachteil anderen gegenüber. Doch das haben wir, Introvertierten nicht für uns gepachtet. Das ist wichtig, sich das immer wieder klar zu machen.
    Deinen Kommentar habe ich zum Anlass genommen, dazu ein kurzes Video zu machen, ich hoffe, du bekommst da einen Ansatz. Das Video findest du entweder direkt über diesen Link: https://youtu.be/wvlivTO-u0w oder direkt auf meinem YouTube-Kanal https://www.youtube.com/user/natalieschnack

    Ich wünsche dir alles gute auf dem Weg zu Selbstakzeptanz!
    Herzliche Grüße
    Natalie <3
  • Hallo Frau Schnack,

    ich habe über ihren Artikel bei liebedeinekilos zu ihnen gefunden. Seit ich denken kann bin ich Introvertiert. Schon als Kind wusste ich, bei mir ist etwas anders. Den Satz, den ich stets in meiner Kindheit und auch noch als junge Erwachsene hörte: Warum sagst du nichts, du bist immer so still! Dabei sagte ich schon etwas. Aber stets nur dann, wenn es auch etwas zu sagen gab. Dieses wurde aber seltenst bemerkt :)). Heute wie damals habe ich mich aber nie davon beeindrucken lassen, was mich manchmal etwas wundert, aber in diesem Bereich war ich immer ich.
    Was ich in ihrem Artikel nun gefunden habe ist sehr interessant, denn manches habe ich gar nicht mit meiner Introvertiertheit in Verbindung gebracht. Mein Mann ist Extravertiert und obwohl er Verständnis hat, kann er manches nicht nachvollziehen, weil ich für manches auch keine Erklärung hatte. Jetzt habe ich eine. Ich finde mich in ihrem Artikel zu 100% wieder. Ich merke gerade wie eine Erleichterung über mich kommt.
    Herzlichen Dank.

    Liebevolle Grüße
    Petra O.
  • Liebe Petra,

    vielen Dank für Ihren so schönen Kommentar!
    Ich kenne das mit dem extravertierten Mann nur zu gut, habe selbst einen ;-)

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und schön, dass Sie Erleichterung für sich mitgenommen haben - das war meine Absicht!

    Herzliche Grüße
    Natalie Schnack
  • Liebe Natalie,

    danke für deinen Artikel. Einiges ist mir ja schon geläufig, da mein Thema die Psycho-Physiognomie ist. Da gibt es das "Empfindungsnaturell". Die Introvertierten gehören zu dieser Spezies .
    Die Erklärung das Gehirn und die Nervenbahnen betreffend sind mir dann doch neu. Wieder was gelernt ;-)!

    Übrigens genau wie bei dir: Mir glaubt keiner, dass ich introvertiert bin.
    Liebe Grüße
    Rosel
  • Liebe Rosel,

    sehr gern, vielen Dank für deine schöne Rückmeldung! Viel Erfolg mit den neuen Erkenntnissen :-)

    Herzliche Grüße
    Natalie
  • Hallo Natalie,

    danke für den interessanten Artikel! :-)

    Ich bin auch einen von den nichtschüchternen Introvertierten und erkenne mich in vielem, was Du geschrieben hast, wieder.

    Eigentlich komme ich damit sehr gut klar, nur hin und wieder wird mir dieses zurückziehen, autonom sein oder erst mal beobachten als Arroganz ausgelegt.

    Was ich auch nicht wußte ist, dass bei Introvertierten der Mandelkern größer ist, macht sich bei mir eindeutig sehr stark bemerkbar, wenn ich vor anderen Menschen reden muss oder auf der Bühne stehe - ich merke aber auch, dass es besser wird, wenn ich es häufiger mache und daher mehr daran gewöhnt bin.

    LG,
    Katharina
  • Liebe Katharina,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Freue mich sehr, dass du dich im Artikel wieder erkennst! Ja, die Sache mit der vorgeworfenen Arroganz höre ich öfter, auch wenn ich sage, dass ich keinen Small Talk mag ;-) Tja, dann ist es so. Wer sich Mühe macht, genauer nachzufragen, wird erfahren, was wirklich ist.

    Und schöne Grüße an deinen Mandelkern von meinem :-D

    Herzliche Grüße
    Natalie
  • Sehr spannend und erkenntnisreich die Informationen aus deinem Artikel, liebe Nathalie, so intensiv habe ich mich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt, obwohl ich seit ein paar Jahren immer mehr Anzeichen von Introversion bei mir erkenne und das früher in Situationen, wo das offenbar und herausfordernd wurde, nicht verstanden habe. Z.B. beim Thema Rückzug zum Energie auftanken nach viel Begegnung im Aussen. Umgekehrt erlebe ich auch, dass ich Kontakt zum Auftanken brauche, wenn ich zuviel Zeit in meiner eigenen Welt verbringe, was ich sehr gerne tue. Ich bin gespannt auf mehr Input von dir!!
  • Liebe Tilly,

    dachte ich es mir :-D
    Eigentlich bist du keine von den "offensichtlich Introvertierten", aber ich habe es oft im Gefühl :-)

    Freue mich sehr, dass du dich wieder erkennst. Und im Übrigen heißt es natürlich nicht, dass wir keinen Kontakt wollen. Ich habe auch Phasen, wenn ich sehr viel für mich war, in denen ich wieder Lust habe, mich richtig unter's Volk zu mischen. Hält aber nur ein Paar Stunden, dann ist auch wieder gut und ich freue mich auf meinen Rückzug ;-)

    Bis bald.
    Herzliche Grüße
    Natalie
  • Liebe Karin,

    vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Freue mich sehr, dass ich dich daran erinnern konnte, dass du nach den Terminen aus Gründen ... müde sein darfst :-)

    Herzliche Grüße
    Natalie
  • Hallo Natalie

    Schöner Artikel. Bezeichne mich schon seit langem als introvertiert und las auch schon einige Bücher darüber.

    Aber wundere mich immer wieder, wenn ich nach auswärtigen Terminen nudelfertig bin und alleine sein möchte. Dank Deinem Beitrag ist dies wieder mal in meinem Bewusstsein angekommen :-)

    Danke und liebe Grüsse
    Karin
  • Hab mich noch nicht besonders mit dem Thema auseinander gesetzt, bis jetzt, bin auch völlig zufällig hier gelandet und habe bis zu Ende sehr interessiert gelesen.

    Schön, so unverhofft und ungeplant, auf ein interessantes Blog und ein interessantes Thema zu stoßen!

    Herzlichen Dank für's Schreiben und Teilen!
  • Vielen Dank für Ihren Kommentar, liebe Uta Kaemper! Freue mich sehr, Sie an Neuleserin zu begrüßen!

    Herzliche Grüße und bis bald,
    Natalie Schnack
  • Hallo Natalie,

    ein sehr aufschlussreicher Artikel. Dass Informationen unterschiedlich verarbeitet werden, war mir bewußt, aber worin die genauen Unterschiede liegen, ist neu für mich - sehr interessant!
    Mein Bild von Introversion hat sich schon bedeutend gewandelt, seit ich dich kenne.
    Vielen Dank für die Aufklärung :-)

    Lieben Gruß
    Jutta
  • Liebe Jutta,

    vielen Dank für deine Wertschätzung!
    Ich freue mich sehr, zur Aufklärung beigetragen zu haben.

    Herzliche Grüße
    Natalie :-)

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