Von deiner Stirn kann keiner lesen!

Von deiner Stirn kann keiner lesen!

Von der Stirn lesenImmer wieder höre ich von meinen Kunden den Wunsch, der Chef, die Kollegen, die Kunden sollen das was sie leisten wirklich zur Kenntnis nehmen. Oft fühlen sie sich gar nicht oder nicht in erwünschtem Maße gesehen und gewürdigt.

Der Wunsch ist berechtigt. Natürlich wünschen wir uns, dass jeder Mensch seine möglichst volle Aufmerksamkeit auf uns richtet, dass er/sie uns wirklich sieht. Auch hätten wir gern, dass sie den Augenmerk auf unsere Leistungen richten, dass sie alles, was wir tun mit Bewunderung wahrnehmen und uns mit Lob überschütten. Hach, was wäre das toll!

Andererseits, wenn ich dann nachfrage, wie oft sie selbst ihre Kollegen, Kunden, Chefs sind und deren Tun so richtig mit ganzer Aufmerksamkeit wahrnehmen, wie oft sie am Tage loben – da kommt dann meist auch nicht viel.

Tja … So ist es halt. Jeder ist mehr mit sich selbst, eigenen Arbeit, eigenen Bedürfnisse beschäftigt. Jeder versucht selbst irgendwie klar zu kommen – oder glauben Sie etwa, nur Sie machen sich solche Gedanken und haben die Wünsche nach Anerkennung? Gewiss nicht!

Bei Kunden ist man mit der Wertschätzung oft etwas großzügiger als bei den Vorgesetzten oder Kollegen. Sehr schnell taucht dann auf: „Ich bin doch kein Schleimer!“ Aha, interessant! Die anderen sollen also bei Ihnen „schleimen“, Sie selbst sind da zu nobel, oder wie sollte ich das verstehen? Und hat Anerkennung und Lob wirklich mit „schleimen“ zu tun? Sicher nicht!

Jeder Mensch ist auf die Rückmeldung seiner Umwelt angewiesen, das erkennt man ja an dem Wunsch, die Leistung soll gesehen werden. Und das unabhängig vom Hierarchiestatus. Wie Reinhard K. Sprenger in seinem Buch „Mythos Motivation“ schreibt: „Der Mensch ist ein wandelndes Anerkennungsdefizit“.

Deswegen gibt es von mir zwei Empfehlungen:

1. Übernehmen Sie die Verantwortung dafür, dass andere erfahren, was Sie leisten

Das Lamentieren bringt nichts. Sie sind kein Opfer, sondern durchaus in der Lage dafür zu sorgen, dass die Aufmerksamkeit anderer Menschen darauf gerichtet wird, was Ihnen wichtig ist. Ich weiß, dass das jetzt einfach gesagt ist. Um das auch zu tun, wird so mancher eigener Glaubenssatz dran glauben müssen. Fangen Sie damit an, anzuerkennen, dass kaum einer von Ihrer Stirn lesen kann und will. Das tun Sie bei anderen ja auch nicht.

2. Gehen Sie mit dem gutem Beispiel voran

Achten Sie auf andere Menschen, sehen Sie sie wirklich, nehmen Sie zur Kenntnis, was Sie tun und leisten und loben Sie. Ihr Chef erlebt womöglich noch seltener als Sie, dass er gelobt wird. Gehen Sie voran und zeigen Sie ihm, wie es geht. So kann er von Ihnen lernen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Ihre Kollegen und selbstverständlich für Kunden.

Und wenn Sie sich nicht überwinden können, weil zu viele innere Barrieren in Ihnen auftauchen, dann melden Sie sich gern bei mir – das ist mein Spezialgebiet, Menschen von solchen Barrieren zu befreien. 🙂

Herzliche Grüße

Ihre Natalie Schnack

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Hallo, ich bin Natalie :-)

Businessmentorin für introvertierte Unternehmer, Online-Unternehmerin und Buchautorin.

Seit 2009 habe ich Hunderte Selbständige beim Businessaufbau unterstützt. Seit 2015 arbeite ich online und ortsunabhängig und pendele zwischen Nord-Deutschland und Lanzarote.

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© 2009-2018 Natalie Schnack