Ausgangssperre: Und auf einmal steht die Welt still ...

Ausgangssperre: Und auf einmal steht die Welt still ...

Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich die Dinge ändern können. Oder?! Wer hätte noch vor einer Woche gedacht, dass wir hier auf Lanzarote, in ganz Spanien und in vielen anderen Ländern der Welt, auf einmal nicht mehr unsere Häuser werden verlassen dürfen?! Ist schon verrückt!

Ja, wir haben hier seit heute Morgen eine Ausgangssperre (einkaufen, Apotheke und Arzt sind möglich).

Das wirft uns alle auf uns zurück. Ich meine, für mich persönlich ändert sich jetzt sehr wenig, außer dass ich das Meer nur von der Terrasse sehen und nicht mehr an den Strand kann. Gibt es wahrlich schlimmeres, gell?! Alles andere ist wie immer. Ich genieße mein Haus, meinen Garten. Ich rede mit meiner Katze. Ich arbeite wie immer online von meiner Terrasse aus.

Und doch ist etwas anders. Ich fühle tiefe Dankbarkeit für das Leben, das ich heute führen darf und das ich mir hart erarbeitet habe.

Ich fühle tiefe Demut angesichts der Kräfteverhältnisse und dem, was wir nicht kontrollieren können. Und wie uns das im Moment gnadenlos vor Augen geführt wird.

Ich fühle tiefes Vertrauen in das Universum und dass alles einen tieferen Sinn hat. Jeder von uns hat seine Aufgaben zu erledigen. Und wir bekommen nur so viele Aufgaben, wie wir auch in der Lage sind, zu schultern. Auch wenn man das, wenn man mitten drin ist, überhaupt nicht erkennen oder sich vorstellen kann.

Und bemerke, wie noch einmal mehr meine Prioritäten zu recht gerückt werden, noch mehr in Richtung im Hier und Jetzt sein, das zu sehen was da ist, wie gut es mir gerade geht. So manches, worüber ich mir noch vor einer Woche Gedanken gemacht habe, ist zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft. Jedes Kopfkino hat sich verflüchtigt. Ich staune, ich erfreue mich, ich genieße diese innere Ruhe und die stille Kraft, die mich ausfüllt.

Und ich fühle mich frei. Denn niemand kann mich einsperren, die wahre Freiheit ist in mir. Und jetzt kann ich das so intensiv wahrnehmen wie noch nie.

Und gleichzeitig weiß ich genau, (wer mich kennt, weiß, dass ich eine totale Pragmatikerin und Realistin mit beiden Beinen auf der Erde bin, Sternzeichen Jungfrau eben ☺️), dass ich gerade in einer sehr komfortablen Lage bin. Ich habe keine kleinen Kinder, keine älteren Menschen, die ich zu betreuen habe. Meinen Liebsten geht es gut. Ich habe einen großen Garten, um mich darin zu bewegen. Ich muss nicht los zur Arbeit. Und mein Business ist unabhängig von diesem aktuellen Stillstand.

Es ist mir auch sehr bewusst, dass gerade hier auf der Insel, die fast komplett vom Tourismus abhängig ist, sehr viele um ihre Existenz bangen. Manchen steht jetzt schon das Wasser bis zum Halse und weitere Einbußen können wir nur erahnen.

Und natürlich geht das nicht spurlos an mir vorüber. Es ist keine einfache Zeit für so viele, auch für manche, die ich persönlich kenne und die mir viel bedeuten. Und ich gebe zu, bei den Gedanken daran, was das Ganze für diese Menschen bedeutet, und was das für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird, wird mir Angst und Bange.

Wenn ich aber in diese Gedankenspiele nicht einsteige - denn das alles wäre nur Kopfgeburt und Illusion, kein Mensch weiß, was uns erwartet - sondern wieder in dem was ist und damit bei mir ankomme, dann fühle ich auch dazu eine tiefe Demut. Demut vor dem, was ich nicht ändern kann, weil es nicht in meiner Macht liegt. All das Ego, all die Allmachts-Phantasien haben hier keinen Platz - das ist an der Stelle sehr wichtig zu erkennen.

Und gleichzeitig weiß ich, dass das, womit ich helfen kann, ich sehr gern tue.

Aktuell vor allem:

  • Diesen Menschen meine tiefe Liebe und Mitgefühl zu schenken.
  • Zuhören.
  • Sie mit allem annehmen, was sie bewegt, ohne zu werten.
  • Mit Rat helfen, wenn sie es wollen.
  • Helfen, aus den Gedankenschleifen und Gefühls-Überwältigungen rauszukommen.
  • Bei sich und dem eigenem Kern anzukommen.
  • Und dann, wenn der Kopf freier ist,
  • neue, kreative Lösungen zu finden.
  • Nachhaltigere und zeitgemäßere Business-Modelle zu entwickeln.

Und und und ...

Kurzum, für sie da sein, eine moralische Stütze, ein Ruhepol. Sie können sich an mich anlehnen, um durchzuschnaufen. Und ich stelle all das, was ich in vielen Jahren tiefster Arbeit an mir und meinen Traumata gelernt habe, zur Verfügung. Genauso wie mein Business-KnowHow.

Das scheint mir möglich. Das scheint meine Aufgabe zu sein. Ich bin da und stelle mich in den Dienst des größeren Ganzen, so wie es mir möglich ist.

Aber das Wichtigste ist: Ich schicke dir meine bedingungslose Liebe! Du bist wunderbar, einzigartig und kreativ. Es ist nicht das Ende, es kann ein Neuanfang sein.

Und ich liebe dich, egal wo du gerade bist, Mensch 💜

Deine Natalie 😘👋

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